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Kein Frühstück im Bett ohne Krümel

or: Straight Flausch - The App ;)

 

Es ist schon irgendwie peinlich, aber ich mache ungerne irgendwas für lau.

Ich rede hier nicht über Geld.

Ich bin ein gutes Mädchen, meine Hippieeltern haben mich zu einer korrekten, antikapitalischen  Weltanschauung erzogen.

 

Aber wenn ich mir persönlich für jemand anderes ein Bein ausreisse (im Gegensatz zum Verteilen von Staatsknete), dann erwarte ich, dass die Gegenseite sich revanchiert. 

 

Mit einer einzigen Ausnahme: wenn es den Umständen nach offensichtlich ist, dass die Gegenseite schlicht und einfach nicht in der Lage ist, IRGENDetwas für mich zu tun. So wie neulich die Biene zum Beispiel. Nachdem ich sie vor dem Ertrinken gerettet hatte, habe ich mich einfach nur im Ruhm meiner heldenhaften Güte gesonnt, und mich ansonsten für meine Belohnung auf das Universum verlassen, während ich zusah, wie die Biene abhob, um in den Sonnenuntergang zu fliegen.

 

 

Bei allen anderen Lebewesen habe ich ein scharfes Auge, ob sie es mir in einem angemessenen Umfang zurückzahlen - und wenn es sich auch nur um  meinen Hund handelt.

Schon klar dass er nicht in der Lage ist, für mich eine Dose Ravioli aufzumachen, sie in der Mikrowelle aufzumachen und schliesslich liebevoll mit einem Basilikumzweig dekoriert zu servieren.

Das ist auch in Ordnung. 

Vorausgesetzt dass er es schafft mich zu überzeugen, dass er alles tut, wozu er eben so in der Lage ist.

Aber wehe! Hundchen, falls du eines Tages vergisst mit dem Schwanz zu wedeln, wie ein Känguruh auf Crack auf und ab zu hüpfen und mir die verdammte ANERKENNUNG zu geben die mir zusteht :-D

 

Gleichzeitig ist es mir auch unangenehm, so berechnend rüberzukommen. 

Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als so zu tun als wäre ich total großzügig und unbekümmert, während ich gaaanz unauffällig darauf lauere, ob ich denn auch eine Gegenleistung erhalte.

 

For einer Weile habe ich diesen Mann kennengelernt. 

Ich mag ihn sehr, und weil er in einer anderen Stadt wohnt, bleibt er meistens ein paar Tage am Stück wenn er mich besuchen kommt.

Dieses Arrangement hat seinen Charme, aber auch seine Schattenseiten.

Ich steh nicht so darauf, 24 h am Tag zusammenzuglucken, aber die Zeit vergeuden, wo er nun schonmal da ist, möchte ich auch wieder nicht. 

Ich kann ja schliesslich meine Verschrobenheiten auch ausüben wenn er wieder weg ist, oder?

DURCHATMEN. 

Ausschlafen und die Bude wieder aufräumen.

 

Nicht dass jetzt jemand denkt mein Süsser wäre nicht stubenrein. 

Normalerweise ist er es, der mir meinen Teller wegreisst, sobald ich den letzten Happen im Maul habe, um ihn abzuwaschen.

Aber es gibt halt auch noch die vielen anderen Tätigkeitsbereiche.

Die wo man nicht so leicht den angemessenen Rhythmus ermitteln kann, denn nach jeder Benutzung wäre übertrieben. 

Und ich fang auch nicht an, die Vorhänge zu waschen, während er da ist, deshalb erwarte ich das von ihm natürlich auch nicht.

 

Bei seinem letzten Besuch hat sich allerdings rausgestellt, dass es auf jeden Fall schon mal ein Thema gibt, wo wir divergierende Vorstellungen haben, ob man das direkt im Anschluss erledigen sollte, oder ob es Zeit hat bis zum Frühjahrsputz.

 

Es war am dritten Abend.

Die Tage davor waren wir auf Ausstellungen und hippen Events rumgerannt, und die Nächte hatten wir mit dem Üblichen verbracht ;-)

Mein Zustand war dementsprechend irgendwo zwischen übermüdet und begierig auf mehr.

 

Bevor wir abends wieder ausgehen wollte, fragte mich Zuckerfuchs, ob es ok wäre wenn er sich vorher rasiert?

Mir war nicht klar worauf er hinauswollte, er fragt mich seit seinem zweiten Besuch schliesslich auch nicht mehr jedesmal ob er mal auf die Toilette darf lol. 

Aber ich wollte nicht stulle aussehen, deshalb hab ich GERATEN, in welche Richtung es gemeint war:

"Sicher Schätzchen, tu dir keinen Zwang an. Du siehst zwar hinreissend aus mit dem Dreitagebart, aber ordentlich und glattrasiert wie ein echtes Schwiegermuttersöhnchen bist du bestimmt immer noch genauso niedlich."

 

Und es hat voll hingehauen!

 

Liebe LeserInnen, bis hier bin ich beim Übersetzen gekommen aber den Rest mach ich dann zu nächste Woche ;-)

Ich lass einfach das englische Original erstmal stehen, könnt ihr ja gerne auch reinschauen.

 

 

 

 

 

Das ist eine Sofakartoffel.

Sofakartoffeln werden heutzutage oft fälschlich als Maskottchen von faulen Schlunzen angesehen, aber im alten Mesopotamien war die Sofakartoffel die Göttin des ordentlich geführten Haushalts :-D

Deshalb verlose ich eine Sofakartoffel, und zwar kommenden Sonntag, 6. Oktober, um 17 Uhr auf meiner facebook Fanseite: www.facebook.com/grandmouseflausch/

Um teilzunehmen, einfach einen Post eurer Wahl zu diesem Blog liken oder kommentieren, auf facebook oder Instagram

 

And so he did.

When he came back.

The same delightfully beautiful guy, only better, because he looked different.

There was just one problem:

Because English is not my first language, you see, which means I run out of clever things to say.

So how could I tell him how much the sight of him pleased me, without sounding repetitive?

 

Hm... I guess I can still use my mouth allright... not to produce words, but lets see what happens if I press it against HIS mouth, his chin, smear kisses onto his neck...

slide down that beautiful chest, the smooth skin on his belly, find his dick and close my lips around it... and finally produce sound again as he is returning the favor. 

 

When we look at the clock its half past time to leave. So much for ME dressing up, but at least I will need a quick dash to the bathroom to comb my hair or something when:

 

URGH!

What is this!

The sink looks like someone slaughtered a porcupine in there!

Although I am not sure if there ARE blond porcupines actually, but you get the idea.

 

So that is why he ASKED, aparently in his world, a sink is only ever cleaned once every other month, and he was concerned that I am gonna have to live with the mess for quite some time lol.

 

The truth is, I clean my sink virtually every day.

I am not talking of treating it with some water repelling ointment, of disinfecting or blowdrying it with my hair dryer lol.

I am talking of a quick rinse to remove the visible dirt, because to me, a clean sink is a such a soothing sight.

Having grown up in a hippie household, for most of my childhood, I didnt even know that sinks CAN be cleaned lol.

And I guess being able to have an unblemished looking one somehow visualizes the relief of no longer having to suffer the fallout of other people´s chaos in my LIFE either.

 

But what am I gonna do with this mess here now?

Can´t very well clean it up for HIM, or else I will feel like a housemaid.

Not the kinky type, the miserable one.

But I also can´t call him and ask that he do it because in spite of the superficial happy-go-lucky attitude in my family, truth is I was raised without any concept of adressing issues in a friendly and respectful manner. 

The only conflict-solving strategy my parents have taught me is how to brush things under the carpet, and explode when the pile gets too big.

Be so horribly aggressive about it that the other party is going to cry, then ask for forgiveness and look for some spot together where there is space left under the carpet so that the whole cycle can start again. 

 

Theoretically, there is an easy solution, now that I am a big girl, just stop with this nonsense and start practising.

How to raise an issue when it is still small, so that it might be possible to solve it without drama.

Try out how a sense of humour might alter the tone and come to think of it inform the other party that I am an absolute beginner so will they please not take it personal when I make a rookies mistake.

 

In practice, I have not yet come a very long way on this learning curve.

Kindergarten perhaps?

So if I give it my best shot, I might just manage not to explode.

I will probably come across like a governess instead.

Not the kinky type.

The miserable one.

And this really isn´t what I have had in mind for our last evening...

 

One week later.

I am in my bathroom again, spending 15 seconds to remove the specks of dust that have gathered on the sink since yesterday.

And while I go through this routine, a big grin emerges on my face.

Allright, allright, it was not exactly CORRECT to clean the sink myself after all.

But then, what are 73 seconds of cleaning if they pave the way for such a charming night...

 

What if one day he is done with the job that keeps him in the other city and wants to move to mine though? 

I am not sure if I want him to move in with ME, but for sure I would love it if he lived in the same city. Only appartments here are hard to come by, so the realistic scenario would be that I offer him to live with me at least for a while.

And then, 73 seconds can accumulate.

 

I could probably also get HIM to do some things that I dont enjoy very much. The other day I took my bicycle to the shop because I couldnt get myself to go through my toolbox for the one tiny screw that I needed...

 

Besides, it´s not like he wouldn´t be doing any housework. But still. He will do things in a stupid way, and then I have even more work, besides the bike repair shop didn´t charge me for the screw, I just left a tip in favor of the coffee fund.

 

Not counting that deep down I know that I am not capable of honest accounting. 

Obviously I will multiply my own time and effort by a factor of about 1.3

Whereas I will multiply HIS time and effort by the factor 0.6 

Because I am a human being :-D

And let´s face it, we are a self centered species.

 

When I was in university, we had a cleaning SCHEDULE.

In our flatshare.

The schedule had been fashioned by the graphics design flatmate and hung in the kitchen.

I always made sure to do no more than 95 % of the work that I was supposed to do. 

Although I felt guilty because if I was able to trade 95 % of my work against 100 % of someone elses, than I was effectively making a profit, but what could I do, I am a girl. And therefore I have to make SURE that it´s not me who gets taken advantage of in terms of housework, because that would not be progressive. 

Unfortunately the other flatmates also were girls. 

So on one day I did my 95 % and then the next girl did 95% of THAT and then the next girl...

until our place looked even worse than the parental home I had sworn to myself I would escape.

 

Still, it was a good time. Unlike secondary school, I was finally able to STUDY what I found worthwhile. 

Like that economics class, ok we were reading Marx of course but our teacher wasn´t living in the past, so we were allowed to discuss how come socialism wasn´t able to motivate people as much as such a magnificent idea would deserve.

 

Incentive! that´s it!

We need to turn the problem around, stop talking about who has failed this or that, and give attention and reward to each other whenever somebody did something right instead.

Like we could have some sort of credit points for every household task, and then we can compete with each other who gathers the most credit points until, let´s say, saturday afternoon.

 

Only we will need to do a lot of documentation, and I am prone to loosing my notes which are scattered about on various snippets of paper. Which is particularly bad because when there is two of us in the house we will have to be especially well organized if we don´t want to drown in all our clutter, so creating MORE clutter is not such a good idea...

 

I know! What we need is an APP lol.

And the cool thing is, the App can also learn and help us to sort out the more fundamental questions.

Like are 30 minutes of vacuuming the same as 30 minutes of cooking?

What if I pick up loverboy´s parcel while I am walking the dog?

Speaking on the clock it is a 5 minute detour but I also have to walk a different way so I will be walking in the street for an extra 10 minutes instead of walking in the park.

My dog is a wonderful companion and great fun to walk with in the park, where he can run around unleashed, but in the street, I have to make sure he doesn´t run across and walking him ON the leash is a nightmare...

 

What if HE takes my dog when he goes for a round of jogging?

He will have aproximately 7 minutes of living hell on the way to and from the park, but THEN! the dog will keep him motivated, raise his reputation with fellow joggers and open up flirt opportunities here and there, because he is awfully cute. Both of them :-D

 

This means of course that we need to discuss wether he GETS credit points for taking the dog along or does he have to give some to me, but somehow I have the feeling that could be rather fun, and if saturday afternoon, sitting in our cheerfully tidy kitchen, the App concludes that "loverboy has a score of 123 credits as opposed to Grandmouse´ 97, therefore Grandmouse owes loverboy 1 hour and 24 minutes in which she will do whatever he wants", why, I couldn´t possibly find anything wrong with that :-D

 

 

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